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Reitsportartikel / Reitartikel: Trensen, Trense, Wassertrense, für Pferd und Pferde
web2get Pferde, Informationen zu unseren Reitsportartikel n / Reitartikel n:
Hier erhalten Sie interessante Informationen rund um das Thema: Trensen für Pferde !
Zur Geschichte der Trensen: Die ersten gefundenen Trensen stammen aus der Bronzezeit.
Bestandteil des Zaumzeugs für Pferde ist die Trense, diese ist ein mit Ringen an jeder Trensenseite versehenes Gebissstück. Die Ringe dienen zum Einschnallen der Zügel. Da Trensen verschiedenen Zwecken dienen sind sie aus unterschiedlichen Materialien gefertigt, oft kommt es fälschlicher Weise vor, dass die gesamte Trensenzäumung als Trense bezeichnet wird. Da es eine große Anzahl von Zäumungen und Gebissen gibt, lässt sich eine Klassifizerung zum einen nach dem Gebissstück und zum anderen nach der Art und Gestaltung der Zügelbefestigung durchführen.
Wirkungsweise der Trensen auf Pferde:
Im Unterschied zu Anzuggebissen wirken die Trensen nur auf das Maul der Pferde, je nach Häftigkeit des ausgeübten Zugs durch den Reiter am Zügel, entsteht Druck auf der Pferde-Lippe, der Pferde-Zunge oder dem Pferde-Kinn. Man spricht von der "Schärfe" einer Trense, die Schärfe wird durch den Durchmesser des Gebissstückes festgelegt, d. h. je kleiner der Durchmesser eines Gebissstückes ist, desto unangenehmer -schärfer- wirkt es auf das Maul der Pferde. Ist der Durchmesser eines Gebissstückes grösser, ist die Übertragung zum Maul der Pferde in der Regel sanfter, man spricht dann von einer "weicheren" Trense. Der Durchmesser einer Trense sollte immer dem jeweiligen Pferde-Maul angepasst werden, ein zu grosser, dicker Durchmesser bereitet dem Pferd Schmerzen. Ein weiterer, wichtiger Punkt ist nicht nur der Trensen-Durchmesser, sondern auch das Gebissgewicht. Man erhält zum einen hohle zum anderen massive Gebissstücke für Pferde. Ein Vorteil hohler Gebissstücke ist ihre schnelle Erwärmung im Pferde-Maul, was gerade bei kaltem und im Winter von Vorteil ist. Ein hohles Gebissstück ist wegen seines leichten Gewichts nicht immer pferdefreundlicher, da es auf Grund seiner Leichtigkeit recht unruhig im Pferde-Maul liegt und auf leichteste Zügelbewegungen reagiert. Manch hohles Gebissstück wurde von einem Pferd regelrecht durchgebissen. Im Vergleich dazu liegt ein massives Gebissstück viel ruhiger im Maul des Pferde s und kann nicht durchgebissen werden. Der Reiter sollte daher immer nach eigenem Können (Zügelruhe) und Vergleich (Gewicht vom massiven und hohlem Gebissstück) abwegen, welche Trensen-Art die richtige ist.
Ein wichtiges Merkmal für eine, dem Pferde-Maul richtig angepasste Trense ist, dass das Pferd problemlos mit dem Gebiss im Maul kauen kann, aber dafür nur minimaler Platz zur Verfügung steht.
Trensen-Bestandteile / Materialien:
Das gängigste Material für Trensen-Gebisse ist Metall aus rostfreiem Stahl. Eisen, verchromter Stahl auch Aluminium oder Trensen aus Kupfer und deren Legierungen wie Argentan oder Aurigan sind für Pferde zu kaufen. Trensen aus Gummi oder Kunststoff (Nathe) oder Leder kommen auch zum Einsatz.
Die meisten, bei web2get angebotenen Trensen bestehen aus einer Legierung aus Messing-Kupfer-Edelstahl und sind alle absolut nickelfrei. Der hohe Kupferanteil stimuliert die Speichelbildung der Pferde durch Oxidation und setzt dabei süss schmeckende Oxide („Sweet Iron“) frei. Den Geschmack und den Geruch dieser Oxide mögen Pferde sehr und fangen dadurch in der Regel schnell an, auf dem Gebissteil zu kauen was wiederum auf den Gemütszustand der Pferde sehr entspannend wirkt. Im Gegensatz zu reinen Kupfergebissen ist einer Legierung aus Messing-Kupfer-Edelstahl auch härter und stabiler, somit langlebiger. Trensen sollten immer nickelfrei sein, um schlimme Nickelallergien beim Pferd zu verhindern.
Trensen aus Eisen fördern durch den Geschmack des Metalles den Speichelfluss der Pferde und regen somit das wichtige "Abkauen" bei dem Pferd an.
Trensen aus reinem Edelstahl sind wegen ihrer Glätte und Haltbarkeit bei vielen Reitern beliebt, auch wegen der unproblematischen Pflege. Edelstahl hat allerdings einen recht sterilen Geschmack und wird daher von den meisten Pferde n als "langweilig" eingestuft. Trensen aus reinem Edelstahl regen somit das "Abkauen" der Pferde nicht sonderlich an.
Von Trensen aus Argentan wird abgeraten, da Argentan (eine handelsübliche Legierung -auch bekannt als „Neusilber“ oder „Germansilver“) aus Kupfer, Zink und Nickel besteht. Da Argentan einen verhältnismäßig hohen Anteil an Nickel enthält, sind Pferde-Allergien voraussehbar.
Von Trensen aus Gummi wird abgeraten, da das Gummi bei schlecht kauenden Pferde n die Wirkung eines Schmirgelpapieres hat, welches das Pferde-Maul ernsthaft verletzen kann. Lediglich wirklich gut eingespeichelte Gummitrensen, welche dann weich und Pferde-Maul freundlich sind, bieten den Schutz vor dem "Schmirgelpapier" Effekt. Pferde mit Gummigebissen können im Laufe der Zeit abstumpfen und reagieren dann auf Reiterhilfen schlecht, im schlimmsten Fall garnicht mehr.
Von Trensen aus Leder wird für den alltäglichen Gebrauch abgeraten, aus ähnlichen Gründen wie Trensen aus Gummi, da sie bei schlechter Pflege sehr hart und rauh werden und auch die Wirkung eines Schmirgelpapieres bekommen. Aussnahme: Bei sehr guter, häufiger Pflege, dann sind Ledertrensen ein sehr Pferde-Maul freundliches Material.
Kunststoff-Trensen, aus dem Kunststoff Nathe, der auch für Gebisse verwendet wird, gleiten auch im trocken Zustand sehr gut ins Pferde-Maul und werden vom Pferd gerne angenommen. Auf Grund ihrer Kunststoff-Beschaffenheit sind diese Trensen sehr weich und daher nicht besonders langlebig. Pferde kauen die Kunststoff-Trensen meistens sehr schnell durch. Da die meisten Nathegebisse einen so genannten Drahtkern enthalten, ist daher im Vorfeld eine ständige Kontrolle des Nathegebisses notwendig, um Wunden im Pferde-Maul zu vermeiden.
Gebissstückformen:
Die Gebissstücke von Trensen können ungebrochen, einfach gebrochen oder doppelt -, in seltenen Fällen mehrfach gebrochen sein. Bei den gebrochenen Gebissstücken von Trensen ist das mittlere Teil unterschiedlich gestaltet. Auch die Gebissstück-Oberfläche von Trensen ist verschieden beschaffen. So genannte "Spieler" -kleine Teile- welche die Kautätigkeit der Pferde anregen sollen können in die Gebissstücke eingearbeitet sein.
Ungebrochene Trensen bestehen aus einem einfachen Stangengebiss, welches in der Regel durch einen leichten Bogen oder mehrfache Bögen dem Pferde-Maul angepasst ist. Druck auf die jeweilige Seite des Unterkiefers bzw. des gegenüberliegenden Oberkiefers entsteht durch leichten Zug am jeweiligen Zügel. Bei leicher Schräghaltung des Pferde-Kopfes kann diese Gebissform insbesondere für junge Pferde verwirrend sein, da einseitige Lenkhilfen nicht möglich sind und sich bei beidhändiger Zügelführung das Gebiss im Maul der Pferde verhaken kann. Ungebrochene Trensen sind für die Westernreiterei mit einhändiger, gekonnter Zügelführung sehr geeignet. Da ungebrochene Trensen aus einem einfachen Stangengebiss bestehen, schaffen es Pferde immer wieder, das Gebiss mit den Lippen festzuhalten und sich so der Wirkung der Trensen zu entziehen.
Trensen, die bekanntesten Arten:
1.) Einfach gebrochen: Heisst auch Wassertrense, da sie dem Pferd -obwohl im Maul befindlich- das Saufen erlaubt. Die Wassertrense besteht aus zwei gleich langen Gebissstangen, welche über ein bewegliches Gelenk miteinander verbunden sind. Der Reiter kauft mit einer Wassertrense ein relativ scharfes Instrument zur Beherrschung des Pferde s, da sich dieses Gebiss bei starkem Zug an den Zügeln zu einer Art "Nussknacker" formt, der dem Pferd starke Schmerzen zufügen kann. Außerdem drückt in diesem Fall das Gelenk schmerzhaft gegen den Pferde-Gaumen. Aufgrund der einfachen Bauweise gehört die Wassertrense zu den ersten historisch belegten Trensentypen, bei einer Ausgrabung im keltischen Oppidum von Manching wurde eine solche Wassertrense gefunden.
2.) Zweifach, (doppelt) gebrochen: Zweifach, doppelt gebrochene Trensen haben drei Gebissteile, welche beweglich miteinander verbunden sind. Das mittlere Teil ist dabei in der Regel kürzer als die beiden äußeren Teile der Trensen. Dieses Mittelteil wird außerdem gerne mit Spielern versehen, um die Pferde zu verstärkter Kautätigkeit anzuregen. Solche Anhängsel, auch "Zungenspieler" genannt, sind eher schädlich, wie auch die "Löffel" der Löffeltrense -für Zungenstrecker-, die Pferde daran hindern sollen, die Zunge über das Gebiss zu legen, da all diese Anhängsel die Pferde-Zunge auch verletzen können. Die Nussknackerwirkung ist bei diesen Trensen mit dieser Gebissform gegenüber den einfach gebrochenen Trensen / Wassertrense n stark abgemildert, bei grobem Zügelzug aber nach wie vor gegeben. Die negative, schmerzhafte Einwirkung auf den Pferde-Gaumen ist bei dieser Gebissform so gut wie nicht mehr vorhanden. Pferde nehmen diese Art von Gebiss auch gerne an, da sie sich viel besser der anatomischen Form des Pferde-Mauls anpasst. Bei den doppelt gebrochenen Trensen sollte die Version mit abgerundetem bzw. olivenförmigem Mittelglied genommen werden. Abzuraten ist von den Versionen "Scharniertrense" oder "Dr. Bristol Gebiss", da dort in das Mittelglied ein flaches Plättchen integriert wurde, das sich bei Zügelzug auf der Zunge drehen kann und mit der schmalen Kante auf die Pferde-Zunge und den Pferde-Gaumen drückt.
Wichtig ist sich auch immer klar zu machen, dass die seitliche Einwirkung der seitlichen Mundstücke auf den Unterkiefer der Pferde nicht unerheblich sein kann. Ein doppelt gebrochenes Gebiss, da mit zwei Gelenken versehen, kann sich sehr schnell im Maul der Pferde so verschieben, dass das Gelenk schmerzhaft auf den Ladenknochen der Pferde einwirkt.3.) Olivenkopftrense: (s. a. o.) An an den Enden des Gebisses sind olivenförmige Metallstücke quer angebracht, die dann in Ringform fortgesetzt werden um zu verhindern, dass die Pferde-Mundwinkel eingeklemmt werden können, oder die Olivenkopftrense durchs Pferde-Maul gezogen wird. Die Olivenkopftrensen Variante der Westernreitweise unterscheidet sich nur durch ihren Namen Eggbutt Snaffle Bit von der hier beschriebenen, klassischen Ausfertigung.
4.) D-Ring Trense gebrochen: Der Ring zum Maul hin ist abgeflacht, die Zielrichtung ist dieselbe wie bei der Olivenkopftrense, auch D-Ring Trense liegt sehr ruhig im Pferde-Maul.
5.) Knebeltrense gebrochen: An den Enden des Gebissstücks ist je eine Querstange -separat oder integriert in den Ring- angebracht, mit dem gleichen Hintergrund wie die Olive an der Olivenkopftrense. Es ist darauf zu achten, dass der obere Teil der Stange dem Kopf der Pferde nicht zu nah kommt und Druck auf die Backenzähne der Pferde ausübt. Dies kann verhindert werden, in dem man den Schenkels mittels eines kleinen steifen Lederstegs von Stab zu Backenstück der Zäumung festmacht. Eine besonders ruhige Lage der Knebeltrense wird damit erreicht und das Gebiss liegt in einer bestimmten Schräge zum Maulwinkel. Unsanften Reiterhänden kann so auch entgegen gewirkt werden. Außerdem verhindern die Stäbe ein Durchziehen des Gebisses der Trense durch das Pferde-Maul und schützt die Pferde-Maulwinkel weitgehend vor scharfen Graten am Ring.
6.) Löffeltrense / Zungenstreckertrense: (s. a. o.) Flache, runde Metallplättchen, die im Mittelteil des Mundstückes befestigt sind, sollen verhindern, daß Pferde ihre Zunge über das Gebiss legen und sich somit der Einwirkung der Trense größtenteils entziehen können.
7.) Schlangengebisstrense: Ein Lederriemen wird dem Pferd um den unteren Laden gelegt und mit den Zügeln verbunden. Je nach Krafteinwirkung der Reiterhand kann die entstandene Lederschlinge locker liegen oder enger zugezogen werden.
8.) Kettentrense: Von dieser Trensen-Variante ist völlig abzuraten. Hier hat das Pferd, wie der Name verdeutlicht, eine Metallkette im Maul. Besonders bei harten Zügelhänden und / oder versehentlich hartem Zügelzug wirkt diese Trensen-Art wie ein Messer im Pferde-Maul und ist daher als Tierquälerei einzuordnen. Die Kettentrense sollte von jedem Reiter abgelehnt werden.
9.) Doppeltrense: Diese Trensen-Variante ist ebenfalls abzulehnen. Zwischen den Trensenringen sind zwei Gebisse übereinander angebracht, beide sehr dünn und asymmetrisch gebrochen, das eine Gebiss links, das andere rechts, dadurch wirkt das Gebiss sehr punktuell und scharf auf Gaumen, Laden und Zunge der Pferde ein. Die Doppeltrense ist als Tierquälerei einzuordnen. Die Doppeltrense sollte von jedem Reiter abgelehnt werden.
10.) Rollentrense: Diese Trensen-Variante ist ebenfalls abzulehnen. Jedes Trensen-Gebiss kann mit Rollen ausgestattet werden, um seine Wirkung zu verstärken, z. B. Kupferrollen erzeugen zusammen mit anderen Metallen winzige Mikrovoltspannungen. Durch ihr leichtes Kribbeln sollen die Pferde zum Zungenspiel anregt werden, sind die Rollen so in das Gebiss integriert, dass die Oberfläche glatt ist, ist die Trense dadurch nur leicht schärfer geworden, bilden die Rollen jedoch Unregelmäßigkeiten auf ihrer Oberfläche, so wirkt dieses Gebiss nun sehr stark und bereitet den Pferden bei groben Reiterhänden und / oder versehentlich hartem Zügelzug heftige Schmerzen. Die Rollentrense ist als Tierquälerei einzuordnen und sollte von jedem Reiter abgelehnt werden.
11.) Aufziehtrense: Backenstück und Zügel bestehen bei der Aufziehtrense aus einem Riemen welcher durch zwei ösen oben und unten am Gebissring verläuft. Beim Zügelannehmen werden dem Pferd die Maulwinkel mit Hebelwirkung hochgezogen. Wegen ihrer sehr scharfen Einwirkung wird sie sehr gern im Polosport eingesetzt, oft noch mit Schlaufzügeln oder Ausbindern. Diese Trensen-Variante ist ebenfalls abzulehnen.
12.) Crescendotrense: Diese Trensen-Variante besteht aus einem sehr scharfes Gebiss und wird im Rennsport bei heißen und schwer zu kontrollierenden Pferden verwendet.
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